Bataver

Bataver (lateinisch Batavi, veraltet auch Batavier), westgermanisches Volk, das sich nach einer Stammesfehde von den Chatten abspaltete, saß schon vor Cäsar auf vormals keltischem Gebiet an der Rheinmündung, auf der Betuwe (Insula Batavorum), später auch südlich von Waal und Maas sowie nördlich zwischen Yssel, Zuidersee und dem Ozean; ihre Hauptstadt war Noviomagus (Nimwegen). Stammverwandt waren ihnen die Cananefaten. Die Bataver wurden unter Augustus durch Drusus Bundesgenossen der Römer, denen sie als Matrosen und Reiter treue Dienste leisteten. Bedrückt, empörten sie sich 69 n. Chr. mit den Belgern unter der Führung des Julius Civilis, wurden aber nach anfänglichem Erfolg 70 durch Qu. Petillius Cerialis der römischen Herrschaft wieder unterworfen, ohne ihre alten Rechte (Steuerfreiheit) zu verlieren. Unter Agricola kämpften sie in Britannien mit. Seit dem 3. Jahrhundert wurden die Bataver durch die Chamaven und Franken beunruhigt; letztere setzten sich Anfang des 5. Jahrhundert in ihrem Gebiet fest, und mit ihnen verschmolzen die Bataver zu einem Volk.

Figuren

  • Batavische Reiterei in römischen Diensten, 1:72 Strelets 097
  • Germanen

Bibliographie

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Fragen und Antworten

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Figuren der Kelten und Gallier