Alarich II.
König der Westgoten 484–507

Alarich II., Sohn Eurichs und der Ragnachild, 485 bis 507 König des westgotischen Reiches, wurde, obwohl er den 486 nach Toulouse geflüchteten römischen Statthalter Syagrius dem Frankenkönig Chlodwig ausgeliefert hatte und seine katholischen Untertanen unter anderem durch die Lex Romana Visigothorum vom 2. Febr. 506 (»Breviarium Alarici«; galt noch lange in Südfrankreich) zu gewinnen bemüht war, 507 von diesem angegriffen und bei Vouglé in der Nähe von Poitiers besiegt und getötet. Mit seinem und der ostgotischen Königstochter Thiudigotho Sohn Amalarich, für den bis 526 sein Großvater Theoderich d. Gr. regierte, und der dann durch seine Vermählung mit Chlodwigs Tochter Chlotchildis die Einmischung der katholischen Franken unter Childebert heraufbeschwor (Schlacht bei Narbonne), erlosch 531 (zu Barcelona) das Geschlecht der Balten.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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