Gottfried von Straßburg

Gottfried von Straßburg, neben Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach der dritte große Meister auf dem Gebiet der höfisch-ritterlichen Epik. Wie bei so vielen mittelalterlichen Dichtern fehlen auch über ihn historische Nachrichten; dafür sagen uns zahlreiche literarische Zeugnisse, die sich zum Teil durch eine ungewöhnliche Wärme und Innigkeit auszeichnen, dass er bei den zeitgenössischen und nachkommenden Dichtern in hohen Ehren stand; und aus der stattlichen Fülle der in verschiedenen Dialekten abgefassten und vom 13. bis zum 15. Jahrhundert sich erstreckenden handschriftlichen Überlieferung seines „Tristan“ erkennen wir seine allgemeine und lange andauernde Beliebtheit. In diesem seinem Hauptwerk finden sich bestimmte Beziehungen zu seinen äußeren Lebensschicksalen nicht; nur wenige, für uns dunkle Andeutungen lassen Persönliches hindurch schimmern.

Aus dem Mangel an Klagen über Armut und über Kargheit der Gönner, die uns sonst so oft entgegentönen, dürfen wir auf seine günstige Lebenslage schließen. Eine persönliche, aber unbestimmte und darum dunkle Beziehung bietet sich gleich im Beginn seines „Tristan“ dar: in einem Akrostichon. Die Anfangsbuchstaben der neun Anfangsstrophen ergeben mit Ausnahme der ersten Strophe den Namen Dieterich, wahrscheinlich der Name eines Gönners, dem die Dichtung gewidmet sein soll. Der erste Initial ist Gottfried. Wenn er nicht auf Gottfried geht, so drückt er vielleicht den Titel des Gönners, also grâve, aus. Die folgenden Anfangsbuchstaben sind T und I, die wohl ohne Zweifel auf Tristan und Isolde bezogen werden können.

Der Beiname: von Straßburg läßt zunächst an die berühmte Bischofsstadt am Rhein denken. Der Annahme der elsässischen Heimat würde die Sprache des Dichters nicht entgegenstehen, und so gilt diese Annahme als ausgemacht. Wenn, von dieser Voraussetzung ausgehend, Konrad Burbach darauf hinweist, dass Gottfried wahrscheinlich durch landsmannschaftliche Beziehungen in den Stand gesetzt sei, ohne von seinem elsässischen Zuhörerkreis missverstanden zu werden, den gewöhnlich nur „Reinmar“ genannten Sänger in der literarischen Stelle im „Tristan“ als „die Nachtigall von Hagenau“, also lediglich nach seiner (elsässischen) Herkunft zu bezeichnen, so kann nun umgekehrt diese Benennung für Gottfried’s elsässische Heimat und für das elsässische Straßburg in seinem Beinamen geltend gemacht werden, und um so mehr, als über Hagenau kaum ein Zweifel besteht. Der Titel Meister, der dem Dichter vielfach gegeben wird, kann nicht schlechthin als Bezeichnung für den bürgerlichen Stand genommen werden.

Es ist wohl möglich, dass Gottfried wenigstens für einen Bürgerlichen gegolten hat, weil seinem Bild in der Pariser, jetzt wieder Heidelberger, Liederhandschrift kein Schwert, kein Helm und kein Wappenschild beigegeben ist. Dazu kommt, dass er in dieser Handschrift unter bürgerlichen Dichtern eingereiht ist. Der Titel Meister bezeichnet aber auch den gelehrten Stand. Und gelehrt war Gottfried im Sinne seiner Zeit: er konnte lesen, er verstand sich auf Lateinisch und Französisch; an Stellen, die er selbständig ohne Anlehnung an eine Vorlage schuf, zieht er die antike Mythologie heran, auch benutzt er im „Tristan“ einige Male Sentenzen des Publilius Syrus. Auch in einem Spruchgedicht, das ihm auf Grund eines literarischen Zeugnisses zuerkannt werden muss, finden wir eine Paraphrase eines Ausspruchs dieses Gnomikers. Dass ihm die Zeitgenossen auch Gelehrsamkeit zugestanden, scheint die Bezeichnung der wîse Gotfrit anzudeuten, die er öfters gleich anderen schulmäßig gelehrten Dichtern erhält. Die Gelehrsamkeit des Dichters könnte seinen geistlichen Stand vermuten lassen, wenn nicht antihierarchische Äußerungen im „Tristan“ vorkämen, die nur ein Laie tun konnte. Im übrigen würde die Behandlung eines Liebesromans auch einem Kleriker nicht unangemessen und unerlaubt gewesen sein.

Einiges lesen wir doch noch für die Biographie des Dichters aus seinem „Tristan“ heraus. Er war ein scharfer Kritiker seinem von ihm selbst gewählten Stoffe, dem Publikum und seinen Dichtergenossen gegenüber. Die berühmte literarische Stelle, in der er die hervorragenden Dichter, vor allen die Epiker, gleichsam Revue passieren lässt, in der er neben dem Lob, das er Hartmann dem Auer, v. Steinahe Bliker, v. Veldeken Heinrich, der Nachtigall von Hagenau und der von der Vogelweide in reichem Maße spendet, auch einen strafenden Seitenblick auf Wolfram von Eschenbach wirft, ohne ihn mit Namen zu nennen, diese Stelle gibt den sichersten Anhalt zur Datierung des „Tristan“, der schon auf die Sprache und die Form hin, der klassischen Zeit des Mittelhochdeutschen zugewiesen werden müsste. In runder Zahl ergibt sich als Entstehungszeit das Jahr 1210. In ganz jungen Jahren kann der Dichter dieses Werk nicht verfasst haben. Dazu ist dessen Form zu vollendet, ist des Dichters Stil zu ausgeprägt. Auch die kritische Betrachtungsweise, die humorvolle Beleuchtung einzelner Situationen deuten auf einen herangereiften Mann, wie jugendlich feurig auch die Darstellung, zumal der Liebesszenen, gehalten ist. Die beiden jüngeren Dichter, Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg, die Gottfried’s unvollendeten „Tristan“ fortzusetzen und abzuschließen unternahmen, berichten übereinstimmend, dass der Tod den Meister vor der Zeit hinweggerufen habe. Diese Nachricht ist glaubwürdig, und doch ist sie einmal bezweifelt worden. Und dieser Zweifel, mit einer unhaltbaren Hypothese verbunden, hat wieder zu einem für die Biographie belangreichen Ergebnis geführt.

Die Pariser (große Heidelberger) Handschrift enthält unter Gottfried’s Namen einen umfangreichen Lobgesang auf die Jungfrau Maria, der sich auch ohne Namen zum teil in zwei anderen Handschriften findet, und ein Lied von der geistlichen Armut. Der grelle Gegensatz, in welchem der Tristan und der Lobgesang zu einander stehen, führten J. M. Watterich (1858) zu der ausgleichenden Annahme, Gottfried habe, bevor er den Lobgesang gedichtet, mit seinem früheren Leben völlig gebrochen, habe die Vollendung des Liebesromans unterlassen, habe einen Kreuzzug mitgemacht und sei, was das Lied von der Armut beweisen dürfte, in den Orden des heiligen Franciscus von Assisi eingetreten, ja sei wahrscheinlich von diesem selbst unter seine Jünger aufgenommen worden. Dieser kühnen Hypothese suchte Franz Pfeiffer die Grundlage unter den Füßen wegzuziehen, indem er, gestützt auf Vers und Reim, den unwiderleglichen und auch niemals widerlegten, allgemein anerkannten Beweis führte, dass Gottfried weder den Lobgesang noch das Lied von der Armut gedichtet haben könne. Durch diesen Beweis wird der Kreis der lyrischen Schöpfungen, die Gottfried zugeschrieben werden, wesentlich beschränkt. Es bleibt noch ein von der Pariser und der älteren Heidelberger Handschrift unter seinem Namen überliefertes „Frühlingslied“ übrig, an dessen Echtheit im Ganzen nicht zu zweifeln ist. Für den Ausfall jener beiden geistlichen Gedichte wird ein kleiner Ersatz geboten, indem auf ein glaubwürdiges Zeugnis Rudolf’s vong Ems hin dem Dichter zwei Strophen lehrhaften Inhalts zuerkannt werden dürfen, die in der Pariser Handschrift unter die Lieder Ulrich’s von Liechtenstein eingereiht sind, aber in dessen Frauendienste fehlen.

Watterich’s Hypothese hat keinen Anklang gefunden; die siegreiche Entgegnung Pfeiffer’s erfolgte sofort. Dagegen hat eine ebenfalls unhaltbare Anschauung längere Zeit bestanden, dass Gottfried Stadtschreiber von Straßburg gewesen sei. Hermann Kurz suchte mit Anknüpfung an einen wie es schien sicheren urkundlichen Nachweis eines Godefredis Rodelarius de Argentina vom Jahre 1207 näheres über das Geschlecht und das Leben des Meisters Gottfried von Straßburg zu erkunden. Er sieht in jenem Godefredus und in unserem Dichter ein und dieselbe Person; die seltsame Wortstellung fasst er auf als Godefredus de Argentina, Rotularius. Rotularius kann nur der Stadtschreiber sein; de Argentina geht auf eine von Basel nach Straßburg verzweigte adelige Familie von Straßburg. Hiermit steht im Einklang die Gelehrsamkeit des Dichters und der Titel Meister. Alle diese ansprechenden und annehmbaren Folgerungen mussten hinfällig werden, nachdem der Beweis erbracht werden konnte, dass in jener Urkunde tatsächlich nicht Rodelarius sondern Zidelarius geschrieben steht, und dies ist der in Straßburg öfter vorkommende Name Zidelare, Zidler, Zeidler (Bienenwirth). C. Schmidt, dem wir diese Berichtigung verdanken, vermag nicht zu entscheiden, ob dieser Name ein bloßer Zuname war oder ein bischöfliches Amt bedeutete. Im übrigen darf von Kurz’ Darlegungen als beachtenswert bezeichnet werden, dass er jenen Gönner Dietrich als Angehörigen einer burggräflichen Familie von Straßburg entdeckt zu haben glaubt. Auch sein Hinweis auf die Kanonisation dcr heiligen Kunigunde vom 3. April 1200 und an das grausame Ketzergericht zu Straßburg vom Jahre 1212, an welche Begebenheiten der Dichter bei der Darstellung der Gottesgerichtsszene gedacht zu haben scheine, verdient im Auge behalten zu werden.

Nachdem nun auch das Stadtschreiberamt für Gottfried verloren gegangen ist, so gilt aufs neue, was Pfeiffer am Schluss seiner Polemik gegen Watterich’s Hypothese ausgesprochen hat: „über dem Leben des großen Dichters waltet das frühere undurchdringliche Dunkel“. — Dafür hat die geistige Bedeutung des Dichters und die literarische Stellung seines „Tristan“ — denn die wenigen lyrischen Schöpfungen kommen nicht in Betracht — die Forschung der letzten Zeit angereizt und beschäftigt.

Zwar fehlt es noch an einer zusammenfassenden Monographie über Gottfried’s Metrik, doch haben die literargeschichtlichen Darstellungen wie die Einzelstudien über seinen Stil auch seiner Vers- und Reimbehandlung Beachtung geschenkt. Gottfried kann als Schüler Hartmann’s von Aue bezeichnet werden, ohne Zweifel hat er sich aber auch unmittelbar an der französischen Kunstepik gebildet. Was ihm vorbildlich gegeben war, gestaltete er eigenartig weiter aus, ja seine Dichtersprache spitzt sich öfters zur Manier zu. Burdach glaubt, dass Gottfried der Epiker auch von dem Lyriker Reinmar dem Alten gelernt habe, psychologisch zu zergliedern. Dieser Gedanke verdiente im Einzelnen ausgeführt zu werden. Wir würden nach dieser Richtung hin bestimmter urteilen können, wenn uns das französische Original, nach dem Gottfried arbeitete, vorläge. Wir müssten auch ohne des Dichters eigenes Bekenntnis, dass er einem Thomas von Britannie folge, auf ein französisches Vorbild schließen, wie auch der erste deutsche Tristandichter, Eilhart van Oberge, seinen Stoff aus einem französischen Roman genommen hat. In der Tat kennen wir einen französischen Tristandichter mit Namen Thomas, dessen Werk aber leider nur in Bruchstücken vorliegt. Seltsamer Weise beginnen diese Fragmente gerade da, wo Gottfried’s Erzählung abbricht. Nur in einem kleinen Stückchen zeigt sich Übereinstimmung. Die Sagentradition, die Gottfried im Gegensatz zu der des Eilhart wählte, findet sich auch in dem englischen, in Strophenform abgefassten Gedichte Sir Tristrem, das unter dem Namen eines Thomas von Erlceldoune geht. Wichtiger für uns ist aber ein nordischer Prosaroman von Tristan aus dem 15. Jahrhundert, der höchst wahrscheinlich, ja selbst zweifellos aus demselben französischen Tristanepos übersetzt ist, das Gottfried vor sich gehabt hat. Gewährt diese nordische Sage in prosaischer Gestalt und aus jüngerer Zeit auch kein vollkommen getreues Abbild des französischen Originals, so lässt sich doch an ihr wenigstens annähernd erkennen, wie Gottfried verfuhr und schuf. Wie seine Dichtergenossen in der Regel, folgt auch er treu und pietätvoll seiner Quelle, aber seine Treue ist nirgends sklavisch. Seine Darstellung zeigt uns nicht bloß einen Übersetzer, sondern einen freien Künstler. Aber auf der anderen Seite müssen auch manche Vorzüge der Komposition und der Charakterzeichnung dem französischen Original zuerkannt werden.

Der „Tristan“ mit seiner formvollendeten und glanzvollen Sprache wird schwerlich das einzige Werk Gottfried’s sein. Eine solche dichterische Reife setzt jahrelange Übung voraus. Der unter Gottfried’s Namen überlieferte Lobgesang, dessen Verfasser die Manier des großen Dichters bis zur Karikatur übertreibt und entstellt, wie auch das Lied von der Armut bieten uns vielleicht eine Andeutung, dass sich Gottfried auch auf dem Gebiet der geistlichen Liederdichtung versucht habe. In einer Würzburger Handschrift wird eine kleine Erzählung, die erweislich Konrad von Würzburg zugehört, fälschlich mit Gottfried’s Namen geschmückt. Sollte das nicht ein Hinweis sein, dass Gottfried auch solche kleine Erzählungen, Novellen, sogenannte Mären, ohne seinen Namen gedichtet hat? Und was soll es bedeuten, wenn Rudolf von Ems von ihm rühmt, er habe es verstanden getihten krümbe zu slihten? Gewiss werden manche namenlos überlieferte Dichtungen, die wir jetzt seiner Schule zuzuschreiben geneigt sind, oder auch manche andere, die einem anderen bestimmten Autor von den Schreibern und auch von den Herausgebern zugeteilt werden, von Gottfried selbst herrühren, aber bis jetzt hat sich die Forschung dieser wichtigen und verheißungsvollen Frage noch nicht zugewandt.

Mit Gottfried’s frühzeitigem Tod war seine Wirksamkeit nicht erloschen. Sein unvollendetes Meisterwerk wurde, wie bemerkt, von zwei Epigonen fortgesetzt. Beide folgten aber nicht der von Gottfried gewählten Tradition, sondern einer anderen, die der Eilhartischen verwandt ist. Im einzelnen stimmen die beiden Fortsetzungen stofflich nicht zusammen. Auch eine seltsame dritte Fortsetzung ist vorhanden, die ganz aus dem Rahmen der Tristansage heraustritt und mehr eine Farce ist als eine Sage. Sie mündet in die Fortsetzung Ulrich’s von Türheim vor deren Schlußszene ein. Vielleicht hat es noch eine vierte Fortsetzung zu Gottfried’s unvollendetem „Tristan“ gegeben. Wir besitzen ein kleines Fragment einer Tristandichtung noch aus dem 13. Jahrhundert in niederrheinischem Dialekt, das eine Szene aus dem letzten von Gottfried nicht mehr behandelten Teil der Erzählung enthält, und zwar nach der Tradition des Thomas. Es liegt näher, dies Fragment einer Fortsetzung Gottfried’s zuzuweisen als einem vollständigen Tristanepos zeitlich nach Gottfried. Auch über das deutsche Land hinaus war Gottfried’s Werk von Einfluss. Im tschechischen Tristram ist der größere Teil nach Eilhart gearbeitet, ein Stück in der Mitte nach Gottfried, der Schluss nach Heinrich von Freiberg.

Wenn in den neuen Versuchen, den Tristanstoff sei es episch, sei es dramatisch zu behandeln, auch die Eilhartische Tradition, die durch das alte Volksbuch von Tristrant und Isalde vertreten wird, Verwertung findet, so ist es doch vorzugsweise der Gottfried’sche Tristan, der zur Grundlage und zum Ausgangspunkte der Darstellung genommen wird. — Aber nicht nur stofflich knüpft die Nachwelt an Gottfried’s Dichtertätigkeit an; auch sein Ansehen und seine lange währende Beliebtheit bei der Lesewelt zeugen nicht allein für seine machtvolle und fesselnde Begabung. Er wirkte auch lebendig ein auf die Dichterwelt. Gleich seinen Genossen und Vorgängern Hartmann und Wolfram hatte auch er eine Schule. Sein künstlerischer Einfluss war zunächst vortheilhaft und erfreulich. Seine Nachahmer bemühten sich um eine glatte und korrekte Sprache und Form. Schädlich aber war die Sucht, es ihm gleichzutun oder ihn zu überbieten in spielender, manieriert zierlicher Ausdrucksweise, die wir in zahlreichen Dichtungen, selbst in geistlichen, der Epigonenzeit finden. Gottfried’s hervorragendste Schüler sind Rudolf von Ems und Konrad von Würzburg. Gottfried’s Dichtersprache sollte aber auch in der Neuzeit wieder zur Geltung kommen, nachdem nach langem Schlummer die altdeutsche Dichtung wieder erweckt worden ist. Bei manchen Tristandichtern der Neuzeit finden wir öfters leisere oder stärkere Anlehnung an Gottfried’s Worte. Aber auch einzelne Dichter, wie namentlich Wilhelm Hertz und Rudolf Baumbach, haben sich offenbar an ihm geschult und danken seinem glänzenden Vorbild den Fluss und die Pracht ihrer Sprache.

Gottfried’s Tristan in Myller’s Sammlung 1785 (mit Heinrich von Freiberg). — Ausgabe von E. v. Groote. Berlin 1821 (mit Ulrich v. Türheim). — Ausgabe von F. H. v. der Hagen. Breslau 1823 (mit Ulrich und Heinrich, mit den Liedern und alten französischen, englischen (Sir Tristrem), wallisischen und spanischen Gedichten von Tristan und Isolde. — Ausgabe von H. F. Maßmann. Leipzig 1843 (mit Ulrich). — Ausgabe von Reinhold Bechstein. 3. Aufl. 1890. 1891 (mit kurzer Nacherzählung der drei Fortsetzungen). — Ausgabe von Wolfgang Golther (mit Nacherzählung des von Gottfried nicht bearbeiteten Schlusses nach Thomas, der Saga und Sir Tristrem, wie mit Nacherzählungen nebst Textauszügen nach Ulrich und Heinrich). — Übersetzungen: von Hermann Kurz (mit eigenem Schluss). 3. Aufl. Stuttgart 1877; von Karl Simrock. Leipzig 1855. 2. mit Fortsetzung und Schluss vermehrte Aufl. das. 1875; von Wilhelm Hertz (Neubearbeitung) mit Ergänzung nach den altfranzösischen Tristanfragmenten des Trouvere Thomas. — Die lyrischen Stücke, die echten wie die untergeschobenen, in v. d. Hagen’s Minnesingern II, 266 fg. u. III, 454 fg. — Die übrige sehr reiche Literatur in Aug. Koberstein’s Geschichte der deutschen Nationalliteratur, 6. Aufl. von K. Bartsch, 1. Band (1884), namentlich S. 176–178; in W. Wackernagel’s Geschichte der deutschen Literatur, 2. Aufl. von Ernst Martin, 1. Bd. (1879), 249. 313 (Nachtr. 464); in K. Goedeke’s Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung, 2. Aufl., 1. Bd. (1884), 99 fg. (Nachtr. S. 488); in der Einleitung zu Bechstein’s Ausgabe und im Nachtrag am Schluss.

Bibliographie

  • Bechstein, Reinhold: Allgemeine deutsche Biographie, Bd.: 36 (Leipzig, 1893)
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Quelle: Reinhold Bechstein

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