Füsilier-Regiment von Württemberg

Schwäbischer Kreis 1757–1763

Infanterie-Regiment von Württemberg, Schwäbischer Kreis 1757–1763.

Das Württembergische Kreisregiment war das älteste Infanterie-Regiment der württembergischen Haustruppen. Regimentsinhaber war der Herzog von Württemberg, der es im Felde aber nicht selbst befehligte. Das Regiment bestand aus nur einem Bataillon mit zehn Füsilier-Kompanien, zwei Grenadier-Kompanien, und zwei Bataillonsgeschützen. Die Füsilier-Kompanien hatten eine Sollstärke von 3 Offizieren und 148 Mann, während die Grenadier-Kompanien nur 3 Offiziere und 96 Mann stark waren. Das Füsilier-Regiment von Württemberg warb seine überwiegend protestantischen Rekruten im Herzogtum Württemberg. Ein kleiner Teil der Soldaten stammte aus dem Fürstentum Hohenzollern (katholisch), der Herrschaft Wiesensteig (kath.), und der Reichsstadt Weil (kath.). Das Kreisregiment Württemberg galt in der Reichsarmee als nicht besonders zuverlässig und nahm wohl deshalb nicht an bedeutenden Schlachten des Siebenjährigen Krieges teil.

Inhaber

  • Herzog Karl Eugen von Württemberg

Kommandeur

  • Johann David Abraham von Auge, 1756–1758
  • Freiherr von Biedenfeld, 1758–1763

Formation

  • Regimentsstab
    • 1. Grenadier-Kompanie
    • 2. Grenadier-Kompanie
    • 1. Kompanie (Leibkompanie)
    • 2. Kompanie
    • 3. Kompanie
    • 4. Kompanie
    • 5. Kompanie
    • 6. Kompanie
    • 7. Kompanie
    • 8. Kompanie
    • 9. Kompanie
    • 10. Kompanie
    • Zwei 3-pfünder Bataillonsgeschütze
  • Garnison: Stuttgart
  • Kanton: Herzogtum Württemberg (protestantisch)
    Fürstentum Hohenzollern (katholisch)
    Herrschaft Wiesensteig (katholisch)
    Reichsstadt Weil (katholisch)

Uniform

  • Dunkelblauer Rock preußischen Stils, mit weißen Knöpfen
  • Gelber Kragen
  • Gelbe Rabatten mit 8 weißen Knöpfen, 2 Knöpfe darunter
  • Gelbe Aufschläge mit 3 Knöpfe
  • Rote Schoßumschläge
  • Gelbe Schulterklappe links
  • Silberne Schulterschnur rechts

Feldzugsgeschichte

  • Treffen bei Eilenburg und Torgau, 1758
  • Treffen bei Maxen, 1759

Verbleib

  • 1. Württembergisches Grenadier-Regiment Königin Olga Nr. 119, 1902
  • 13. (Württembergisches) Infanterie-Regiment, 1. und 2. Kompanie, 1921

In einer Illustration von Knötel ist die Regimentsfahne des Füsilier-Regiments von Württemberg dargestellt, die möglicherweise Aufschluss über die nicht näher bekannten Fahnen der übrigen württembergischen Infanterie-Regimenter geben kann.

Bibliographie

  • Gudenus, Philipp Franz Freiherr von: Reiter, Husaren und Grenadiere (Dortm. 1979)
  • Knötel, Herbert d.J.; Lezius, Martin: Deutsche Uniformen im Zeitalter Friedrichs des Großen (Dresd. 1932)
  • Schick u. von Halem: Bilderlexikon der Uniformen von 1700 bis zur Gegenwart (Münch. 1982)

Fragen und Antworten

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