Römischer Feldherr Orestes

Orestes, magister militum, römischer Feldherr zur Zeit des Untergangs des weströmischen Reiches, Sohn des Tatullus, aus Pannonien, wurde Geheimschreiber des Attila und ging nach dessen Tod 453 in den Dienst der abendländischen Kaiser über. Hier wurde er römischer Patrizier und Anführer der barbarischen Hilfstruppen und erhob an Stelle des Julius Nepos 475 seinen Sohn Romulus Augustulus zum Kaiser. Nach kurzem aber stellten ihm seine eigenen Truppen, unwillig darüber, dass sie die erwarteten Ländereien nicht erhalten hatten, den Odoaker als Führer entgegen, der den Orestes zwang, sich nach Pavia zurückzuziehen und ihn nach Eroberung der Stadt 28. Aug. 476 enthaupten ließ.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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