Römische Sklavenkriege

Sklavenkriege, die Kriege, welche die Römer in Italien und in den Provinzen zur Zeit des Verfalls der Republik wiederholt gegen ihre massenhaften, durch die harte Behandlung gereizten Sklaven zu führen hatten, eine Folge der Anhäufung von Kriegsgefangenen in Italien und der Bewirtschaftung der weiten Ländereien der Reichen durch solche Sklaven, die, in Scharen zusammenlebend, sich ihrer Macht leicht bewusst wurden. Mehrere Aufstände von ihnen werden aus der genannten Zeit erwähnt, in Italien, Attika, Asien, auf Delos; die größte Ausdehnung aber nahmen die auf Sizilien an, von denen zwei als Kriege gezählt werden: der eine (138-132) unter Führung des Syrers Eunus (s. d.) und des Kilikiers Kleon, die vier römische Prätoren (wahrscheinlich 138-135), dann 134 und 133 zwei Konsuln schlugen und zuletzt über 200.000 Mann verfügten, bis der Krieg von dem Konsul P. Rutilius durch die Einnahme von Tauromenium und Enna beendet und ein furchtbares Strafgericht verhängt wurde; der zweite (103-99) unter Tryphon und Athenio, die nach mehreren glücklichen Erfolgen von dem Prokonsul Manius Aquilius besiegt wurden. Ein dritter Sklavenkrieg, in Italien 73-71, heißt gewöhnlich der Gladiatorenkrieg (s. Spartacus).

Bibliographie

  • Bücher, K.: Die Aufstände der unfreien Arbeiter 143-129 v. Chr. (Frankf. 1874)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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