Remington Rolling Block Drehblockverschluss

Remington Rolling Block Drehblockverschluss

Der »Rolling Block« Drehblockverschluss ist ein von Leonard M. Geiger entwickeltes Verschluss-System für Handfeuerwaffen, bei dem ein achsgelagerter, kreissegmentförmiger Verschlussblock das Patronenlager der Waffe gasdicht verschließt. Der Hammer der Waffe verriegelt den Verschlussblock, damit die Patronenhülse beim Abfeuern nicht nach hinten ausrückt. Wird der Hammer gespannt, klappt der Verschlussblock auf, die Patronenhülse kann entnommen und die Waffen erneut geladen werden. Sein einfaches Funktionsprinzip und die robuste Bauweise machen den Rolling Block Verschluss weitgehend unempfindlich gegen Schmutz.

Der Rolling Block Verschluss basiert teilweise auf dem früheren »split breech« Verschlusssystem der Remington Arms Company, das von Joseph Rider weiter entwickelt und erstmals für die Remington Revolver M.1865 verwendet wurde. Die US-Armee lehnte dieses Modell ab, nur die US Navy bestellte 5000 neue Remington Revolver. Das Remington Infanteriegewehr M.1867 mit Rolling Block Verschluss gewann die Silbermedaille der Weltausstellung in Paris und wurde innerhalb eines Jahres in Norwegen und vielen anderen Ländern als Standardinfanteriegewehr eingeführt. Insgesamt wurden mehr als 1 Million Gewehre mit Rolling Block Verschluss in Lizenz hergestellt, darunter auch das Springfield M.1870 Marinegewehr und das Springfield M.1871 Infanteriegewehr der US-Armee.

Bekannte Figuren mit Rolling Block Gewehren

Fragen und Antworten

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Handfeuerwaffen