Parole

Parole

Parole, dient, wie die Losung und das Feldgeschrei, als nächtliches Erkennungszeichen, jedoch häufiger im Frieden, als im Krieg. Sie besteht aus einem Städtenamen, und wird täglich nach der Parade, aber nur an die Offiziere und Unteroffiziere ausgegeben; sie haben dieses Zeichen des Nachts, wenn sie auf Wache sind, den Offizieren du jour und der Runde (Ronde) zu geben; bei den letzteren gilt indessen im Allgemeinen, wenn es nicht anders befohlen wird, dass der jüngere Offizier die Parole dem älteren geben muss, sei er nun auch Wache oder gehe die Runde.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

Parole (franz., »Wort«), die oft mit dem Aufziehen der Wache (Wachtparade) verbundene Versammlung aller Offiziere und Unteroffiziere der Garnison (Paroleausgabe) oder bloß der Adjutanten und Feldwebel zur Ausgabe der täglichen Befehle (Parolebefehl), die in die Befehlsbücher (Parolebücher) eingetragen werden. Daher sagt man auch: »zur Parole gehen«. Im Wachtdienst das den Rondeoffizieren, Patrouillenführern etc. mitgeteilte und abverlangte, nur noch wenig gebräuchliche Erkennungswort. Vgl. Feldgeschrei, Losung.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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