7,5 cm L.46 Panzerabwehrkanone PaK 40

7,5 cm L.46 Panzerabwehrkanone PaK 40 der Wehrmacht

Im Verlauf des Russlandfeldzuges wurde die Wehrmacht von schweren Panzern des Typs KV-1 und KV-2 überrascht, die von keiner der verfügbaren Panzer- und Panzerabwehrwaffen geknackt werden konnten. Bereits im Frankreichfeldzug hatte sich gezeigt, dass die französischen Char B1 und die britischen Matilda Panzer gegen die 3,7 cm PaK der deutschen Infanterieimmun waren. Bei den Panzerjägern gab es zwar 5 cm L.60 PaK 38 mit besserer Wirkung, davon waren aber zu wenige Einheiten im Einsatz um eine ausreichende Panzerabwehr zu gewährleisten. Wenn die PaK versagte, musste die berühmte 8.8 cm FlaK in den Erdkampf eingreifen und die schweren Panzer abwehren. Gelegentlich wurden sogar die Kanonen und Haubitzen der Feldartillerie für diese Aufgabe herangezogen.

Die Panzerabwehrkanone PaK 40 verwendete Patronenmunition mit einer überkalibrigen Kartusche. Der Hülsenmund war entsprechend verengt, um den Geschosszapfen der 75 mm Granate aufzunehmen. Das ungewöhnliche Funktionsprinzip der PaK 40 beruht darauf, dass die größere Kartuschhülse eine erheblich stärkere Treibladung enthält, die dem Geschoss eine höhere Anfangsgeschwindigkeit verleiht. Durch die Explosion wird mit der Granate auch unverbrannte Treibladung in das Geschützrohr gepresst und brennt dort weiter. Geschützrohr und Verschluss waren speziell für die Anforderungen der PaK 40 konstruiert worden, damit sie den enormen Druck und die hohen Temperaturen der gesteigerten Explosion aushalten konnten.

Die neue 7,5 cm PaK 40 war zuverlässig und sie konnte sowjetische Panzer auf akzeptable Entfernung bekämpfen. Das Geschütz wurde in großer Stückzahl an Panzerjäger und Panzerabwehreinheiten der Infanterieverbände ausgegeben. PaK 40 wurde außerdem auf fahrtüchtige Chassis veralteter oder beschädigter Panzerfahrzeuge aufgesetzt und bewährte sich als Selbstfahrlafette der Panzerjägerverbände.

Bekannte Modelle

Technische Daten

  • Kaliber: 75 mm
  • Rohrlänge: L.46
  • Feuerleistung: 12 Schuss pro Minute
  • Durchschlagsleistung auf 0–100 m:
    • Panzergranate 39 (A.P.) 149 mm
    • Panzergranate 40 (A.P.C.R.) 176 mm

Bibliographie

Historische Verwendung

  • Deutsche Wehrmacht, April 1941 – Mai 1945
  • Rumänische Armee, 1944–1945
  • 5 cm L.60 Panzerabwehrkanone 38 (baugleich mit PaK 40).

Interessante Umbauten

Selbstfahrlafetten

  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Geschützwagen LrS (f) – Pz.Jäg. Marder I (Sd.Kfz. 135)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Gw. II – Pz.Jäg. Marder II (Sd.Kfz. 131)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Gw. 38 (t) – Pz.Jäg. Marder III Ausf. H (Sd.Kfz. 138)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Gw. 38 (t) – Pz.Jäg. Marder III Ausf. M (Sd.Kfz. 138)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Gw. 39 H (f) (StuG.Abt. 200, Normandie)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Steyr RSO/01 (Raupenschlepper Ost)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. m.Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251/22
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Pakwagen Sd.Kfz. 231/- (1945)
  • 7,5 cm L.46 PaK 40 auf Sfl. Pakwagen Sd.Kfz. 234/4

Airfix und Matchbox/Revell bieten sehr gute Modelle der PaK 40 an, jeweils mit einem Opel Blitz oder Sd.Kfz. 11 als Zugmaschine. Dem Airfix Modell liegen Kanoniere in Feuerstellung bei, während die Matchbox PaK 40 am besten im Kraftzug dargestellt werden kann.

Fragen und Antworten

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Figuren und Fahrzeuge der Deutschen Wehrmacht