Mohács

Mohács (spr. móhätsch), Großgemeinde im ungarischen Komitat Baranya, an der Donau und gegenüber der großen Margareteninsel, wichtig als Dampfschiff- und Bahnstation (Bahnlinie Mohács-Üszög), hat ein Schloss, 5 Kirchen, ein Denkmal des Königs Ludwig II., eine neue Bürgerschule, bedeutenden Holz- und Getreidehandel, 2 Dampfmühlen, Seidenspinnerei, Elektrizitätswerk, Ziegelei, Bezirksgericht und (1901) 15.832 magyarische, serbische, deutsche und kroatische Einwohner (Römisch-Katholische und Reformierte). Mohács ist Hauptstapelplatz der Fünfkirchener Kohle.

Berühmt ist der Ort durch die Schlacht vom 29. August 1526, die der jugendliche Ludwig II. gegen den Sultan Soliman II. verlor. Sie kostete außer 24.000 Ungarn dem König, zu dessen Andenken in Mohács eine Kapelle errichtet wurde, das Leben und hatte den Verlust der Selbständigkeit von fast ganz Ungarn zur Folge. Am 12. August 1687 lieferten der Herzog Karl von Lothringen und Markgraf Ludwig von Baden bei Villány, in der Nähe von Mohács, jene blutige Schlacht, die den Türken 16.000 Mann kostete und das Ende der türkischen Herrschaft in Ungarn beschleunigte.

Bibliographie

  • Kupelwieser, L.: Die Kämpfe Ungarns mit den Osmanen bis zur Schlacht bei Mohács 1526 (Wien 1895)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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