Ekbert I., Markgraf von Meißen

Ekbert I., Graf von Braunschweig, Markgraf von Meißen, Sohn des Grafen Liudolf und Enkel der Kaiserin Gisela aus ihrer ersten Ehe mit dem Grafen Brun von Braunschweig, unterstützte nach Kaiser Heinrichs III. Tode zunächst dessen Witwe Agnes und schlug den Halbbruder des verstorbenen Markgrafen Wilhelm von Meißen, der gegen Merseburg heranrückte, wohin die Kaiserin die sächsischen Großen geladen hatte, an der Selke zurück, trat aber dann, vielleicht weil er sich als Gemahl Irmengards, der Witwe Ottos von Schweinfurt, vergeblich auf dessen Herzogtum Schwaben Rechnung gemacht hatte, zur Gegenpartei über und beteiligte sich nebst Anno von Köln und Otto von Nordheim an der Entführung des jungen Königs von der Rheininsel Swibertswerth, erhielt 1067 nach Ottos von Orlamünde Tod die Mark Meißen und stand eben im Begriff, sich von seiner Gemahlin scheiden zu lassen und seines Vorgängers Witwe Adela von Löwen zu heiraten, um dadurch auch desen thüringisches Lehen zu erwerben, als ihn der Tod ereilte, Januar 1068. Sein noch unmündiger Sohn Ekbert II. folgte ihm als Markgraf von Meißen.

Quelle: Heinrich Theodor Flathe

Bibliographie

  • Flathe, Heinrich Theodor: Deutsche Biographie Bd.: 5, Leipzig, 1877

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