Marschform

Marschform

Marschform, Gestaltung des Verbandes einer marschierenden Truppe. Die zur Schonung der Kräfte nötige Lockerung der Kolonne darf die Marschtiefe nicht zu groß werden lassen. In Deutschland (in anderen Armeen ähnlich) marschierte die Infanterie in Marschsektionen zu 4 Rotten mit 80 cm Abstand von Rücken zu Brust, Kavallerie zu 4 oder 2, Artillerie und Train zu Einem. Vgl. »Felddienstordnung« (Berl. 1900). Ehemals, z. B. im 17. und 18. Jahrhundert, war die Marschkolonne wesentlich breiter, einerseits der von der späteren gänzlich verschiedenen Fechtart wegen, anderseits weil die geringe Bebauung des Landes und die hiermit verbundene größere Breite der freilich schlechteren Wege eine größere Breite gestattete und, behufs Zeitgewinn beim Aufmarsch zum Gefecht, gebot. Die Tagesmarschleistungen waren natürlich damals durchschnittlich geringer als später auf guten Wegen.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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