Arkebusiere im Dreißigjährigen Krieg, 1630–1648

Testbericht der 1:72 Figuren von Mars

Arkebusiere im Dreißigjährigen Krieg, 1:72 Figuren Mars 72027

Arkebusiere, mit der Arkebuse bewaffnete, leichte Infanteristen des 15. bis 17. Jahrhunderts, dienten als Plänkler vor den Musketieren und Pikenieren des Infanterie-Regiments. Bei Gefahr durch feindliche Reiterei ließen sie sich zurückfallen und feuerten unter dem Schutz der 5 m langen Piken weiter.

Inhalt

48 Figuren in 12 Posen – 23 mm entsprechen 166 cm Körpergröße

  • Offizier (4)
  • Fähnrich (4)
  • Tambour (4)
  • Pikenier, Riposte, 2. Glied (4)
  • Pikenier, Riposte, 3. Glied, Spieß hüfthoch (4)
  • Pikenier, Riposte, 4. Glied, Spieß auf Kopfhöhe (4)
  • Pikenier, verwundet (4)
  • Arkebusier mit Birnhelm, stehend schießend (4)
  • Arkebusier mit Morion, Lunte anblasend (4)
  • Arkebusier mit Hut, Arkebuse ladend (4)
  • Arkebusier mit Birnhelm, im Handgemenge (4)
  • Arkebusier ohne Kopfbedeckung, den Degen ziehend (4)
  • Spieß (12)

Bewertung

Exzellente Themenwahl, diese Figuren können als Arkebusiere verschiedener Kriegsparteien des Dreißigjährigen Krieges bemalt werden. Der Arkebusier mit Hut eignet sich zudem als abgesessener Arkebusierreiter. Die Schachtel enthält neben den Arkebusieren auch Pikeniere, Fahnenträger, Offiziere, und Trommler, nur Musketiere fehlen.

Das Titelbild der Verpackung erinnert an eine Szene aus dem Film Alatriste mit Viggo Mortensen. Die dargestellten Soldaten sind jedoch Pikeniere und Musketiere ohne Feldzeichen, die keiner Armee eindeutig zuzuordnen sind. Zwei Arkebusiere und der verwundete Pikenier tragen langärmlige Jacken mit geöffnet Ärmeln, die als »lost sleeves« am Rücken herunterhängen. Diese Trageweise war bei Musketieren und Arkebusieren, wegen der besseren Beweglichkeit beim Laden und Schießen, ziemlich verbreitet. Beim Bemalen dieser Figuren ist darauf zu achten, dass die verlorenen Ärmel zur Jacke gehören, die aus der Jacke herausragenden Ärmel aber zum Wams.

Gussnähte an Helmen, Armen und Beinen, müssen vor dem Bemalen sorgfältig entfernt werden. Zudem finden sich Hinterschneidungen an Waffen und der Fahne, die mit Kunststoff verfüllt sind. Diese Stellen können beim Bemalen kaschiert, oder zuvor mit dem Skalpell versäubert werden.

Verglichen mit anderen Figuren von Mars wirken die Arkebusiere wie mit dem Skalpell geschnitzt. Angedeutete Falten der Kleidung sehen zum Teil aus wie Risse im Material. Dem Pikenier mit gezogenem Degen fehlt die dazugehörige Scheide. Die Fahne trägt auf der Vorderseite ein eingeritztes Motiv, was das Bemalen dieser Seite zwar erleichtert, die Einsatzmöglichkeiten der Fahne allerdings stark einschränkt. Wir glätten die Fahne mit dem Rai-Ro ZEP-70 Wachsspachtelgerät und malen danach ein Motiv unserer Wahl. Die Fahnenstange ist für den Einsatz im Feld leider zu kurz und unpraktisch; das fehlende Stück Fahnenstange ergänzen wir mit 0,6 mm Federstahldraht.

Die Zahl der Posen wächst durch das Tauschen der Köpfe untereinander und mit Figuren anderer Hersteller.

Historische Verwendung

  • Arkebusiere und Pikeniere des Dreißigjährigen Krieges, 1630–1648
  • Abgesessene Arkebusierreiter des Dreißigjährigen Krieges, 1630–1648

Einzeln auf kleine Fußbrettchen aus Eisenblech montiert, eignen sich die Arkebusiere sehr gut als Plänkler oder abgesessene Arkebusierreiter für Wargames und Rollenspiele aller Art.

Fragen und Antworten

Bitte nehmen Sie bei facebook oder im Miniatures Forum Kontakt mit der Redaktion der Military Miniatures Zeitschrift auf, wenn Sie weiterführende Information zum Thema wünschen.

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