Lutzingen

Die katholische Pfarrkirche St. Michael in Lutzingen.

Lutzingen, Gemeinde im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, Landkreis Dillingen an der Donau, links der Donau, 3,5 km südwestlich von Schwennenbach und 2,5 km westlich von Oberglauheim, hat eine katholische Kirche und eine Ölbergkapelle. Die abgebildete Pfarrkirche St. Michael in Lutzingen wurde 1738 umgebaut und erweitert.

Am Tag der Schlacht bei Höchstädt 13. August 1704 obliegt die Verteidigung des Stützpunktes Lutzingen dem bayerischen Generalwachtmeister Alessandro Marchese di Maffei mit fünf Infanterie-Bataillonen, sowie einer großen Batterie mit 16 Geschützen am Ortsrand. Im Wald nordöstlich von Lutzingen, am Alten Berg, bilden sieben französische Bataillone unter dem Marquis de Rozel die äußerste linke Flanke der Front. Zwischen Lutzingen und Oberglauheim steht der linke Flügel der französisch-bayerischen Armee unter Kurfürst Max Emanuel und Marschall Marsin mit 27 bayerischen und 40 französischen Eskadrons, sowie 12 Infanterie-Bataillonen.

Die Bayern können Lutzingen den ganzen Tag gegen wiederholte Sturmangriffe alliierter Truppen unter Prinz Eugen behaupten. Erst gegen 18:00 Uhr, nach dem erfolgreichen Kavalleriedurchbruch Marlboroughs im Zentrum der Front, räumen sie das zu drei Vierteln zerstörte Dorf. Um 19:00 Uhr treten Kurfürst Max Emanuel und Marschall Marsin mit dem Rest ihrer Truppen den Rückzug über Mörslingen an.

Bauernhof an der Hauptstraße in Lutzingen.

Bauernhof an der Hauptstraße in Lutzingen.

Bibliographie

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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