Sophonisbe

Sophonisbe (Sophonibe), Tochter des karthagischen Feldherrn Hasdrubal, Sohnes des Gisgo, ausgezeichnet durch Schönheit und Vaterlandsliebe, wird früh mit Masinissa verlobt, aber dann mit König Syphax von Numidien vermählt, um ihn für Karthago zu gewinnen. Nach der Niederlage und Gefangennahme des Syphax (203 v. Chr.) fällt sie Masinissa in die Hände, der sich sofort mit ihr vermählt, um sie der Gewalt der Römer zu entziehen; als aber Scipio, den Einfluss der unversöhnlichen Feindin Roms auf Masinissa fürchtend, ihre Auslieferung fordert, trinkt sie heldenmütig den ihr von Masinissa gereichten Giftbecher. Vielfach dramatisch behandelt, so von Lohenstein (1666), Hersch (1859), Geibel (1873), Roeber (1884) u. a.

Bibliographie

  • Andrä: Sophonisbe in der französischen Tragödie (Oppeln 1891)
  • Feit: Sophonisbe in Geschichte und Dichtung (Lubin 1880)
  • Ricci: Sophonisbe dans la tragédie classique italienne et française (Grenoble 1904)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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