Hirschfänger

Hirschfänger

Hirschfänger, das Seitengewehr der Jäger und Schützen, welches ihnen als Bajonett dient. Er besteht aus der Klinge, welche, ungefähr zwei Fuß lang, mit einer Schneide und einer Spitze versehen ist, und aus dem Griff, in der gewöhnlichen Gestalt, wie bei anderen Hirschfängern, und bloß mit einer Parierstange versehen. An der linken Seite des Griffes befindet sich eine Öffnung, um darin den an der Büchse befindlichen Hirschfängerhaken hineinzustecken. Eine an der äußeren Seite der Öffnung angebrachte Feder, die Hirschfängerfeder, greift mit einem kleinen Häkchen in die Öffnung ein, und passt in einen Einschnitt des Hirschfängerhakens, um so, wenn der Hirschfänger auf die Büchse gesteckt ist, denselben fest zu halten. Eine andere Art von Bajonetten für Büchsen sind die sogenannten Schwerdter an den österreichischen Schwerdt-Büchsen, welche auch in der preußischen Armee (in den Kriegen 1813–1815 beim Schlesischen Schützen-Bataillon) gebräuchlich waren. Das Schwerdt hat eine Dille und einen Arm wie das Bajonett, daher ist der Schaft der Schwerdtbüchse kürzer, als der Lauf, um das Schwerdt aufstecken zu können. Die Klinge, welche über zwei Fuß lang, und beinahe 2 Zoll breit ist, hat eine Schneide und eine Spitze, und kann sowohl zum Hauen wie zum Stoßen gebraucht werden.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

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