Bastarnen

Bastarnen oder Bastarner (Bastarnae, Basternae), der erste größere germanische Volksstamm, der, aus seinen Sitzen (an der oberen Weichsel) ausbrechend, mit der Kultur der Mittelmeervölker zusammentraf; um 200 v. Chr. saßen sie bereits nördlich von der Donaumündung. 30.000 Bastarnen unter Clondicus bekämpften um 170 die Dardaner, die Feinde des Königs Perseus, und 169–168 war derselbe Clondicus geneigt, mit 20.000 Bastarnern den Makedonen auch gegen die Römer beizustehen. Später fochten die Bastarnen mit Mithridates gegen Pompeius, glücklicher gegen den makedonischen Statthalter C. Antonius Hybrida. M. Licinius Crassus verdrängte sie 30 v. Chr. aus Thrakien und brachte ihnen jenseit der Donau mehrere Niederlagen bei. Unter Augustus saßen sie von der Ostseite der Karpathen bis zu den Donaumündungen neben den Dakern, verhielten sich zwar im ganzen ruhig, blieben aber kriegerisch. Unter Mark Aurel waren sie mit den Markomannen verbündet; später unternahmen sie mit den Goten Raubzüge. Kaiser Probus versetzte 100.000 Bastarnen ins römische Gebiet aufs rechte Donauufer. Seitdem verschwindet ihr Name; an ihrer Stelle treten die Goten auf. Ein Zweig der Bastarnen waren die Peukiner (Peucini) auf der Donauinsel Peuke (Sankt-Georgsinsel).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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