Feldweg
Geländemodul 50 × 25 cm

Landschaftsgestaltung für Simulationsspiele in 1:72

Feldweg
Geländemodul 50 × 25 cm
Geländemodul 50 × 25 cm

Straßen und Wege verlaufen normalerweise in gerader Richtung, wenn das Gelände es erlaubt. In diesem Fall erzwingen Felsformationen den Kurvenverlauf, andernfalls wäre die S-Kurve unsinnig gewesen. Wargame Gelände soll detailliert und vielseitig genug sein, damit es von den Spielern nicht zu schnell überwunden werden kann. Indem die Sichtlinie häufig unterbrochen wird, entstehen auf engem Raum viele mögliche Stellungen und Wechselstellungen, die den Vormarsch immer wieder aufhalten. Feldwege und Landstraßen werden häufig benötigt, sie sehen gut aus und sind ganz einfach zu bauen. Die Kante der 10 mm Spanplatte wurde im Farbton der Geländeplatte gespritzt, damit beim Spiel keine hellen Linien zwischen den Modulen aufblitzen.

Bastelmaterial

  • 10 mm Spanplatte, Zuschnitt 50 × 25 cm
  • Hügel aus Zellulose
  • Holzleim
  • Feinspachtel
  • Acrylfarbe
  • Borstenpinsel Nr. 5
  • Kleine Schottersteine
  • Streumaterial
  • Statisches Gras
  • Achse mit Zwillingsbereifung

Feldweg mit Felsformationen am Wegesrand. Der Weg ist 70 mm breit und mit deutlichen Fahrspuren versehen. An beiden Enden können Module mit Feldwegen, asphaltierten Straßen und Kreuzungen angelegt werden. Der Weg könnte auch an einem Gehöft enden.

Diese Luftaufnahme entstand aus einer maßstäblichen Höhe von weniger als 100 m. Interessant ist, dass das Auge des Betrachters immer wieder von den Fahrspuren im Gelände angezogen wird und dort verweilen möchte. Die marschierenden Soldaten neben der Straße sind gut zu erkennen, obwohl sie Tarnbekleidung und entsprechende Helmbezüge tragen. Aufrecht stehende Personen werden durch ihren Schlagschatten verraten, außerdem folgt die Formation dem auffälligen Muster des Straßenverlaufs. Beide Faktoren heben die Wirkung der Tarnuniformen auf. Erst bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass nördlich der Straße zwei französische Soldaten in horizontblauer Uniform liegen. Sie sind zwischen mittelgrauen Felsen in Stellung gegangen und deshalb kaum mehr zu erkennen. Ein dritter Franzose liegt, praktisch unsichtbar, auf der Felsformation unten rechts, südlich von der Straße. Auch die französischen Panzer wären neben der Straße weniger leicht zu entdecken, abseits der deutlichen Fahrspuren. Ab 1943 führte die Wehrmacht ein ähnlich wirkungsvolles Tarnmuster für Fahrzeuge ein.

Feldweg aus der Tube

Zum Gelände- und Wegebau verwenden wir Spachtelmasse aus der Tube. Feinspachtel lässt sich unkompliziert verarbeiten und ergibt eine sehr realistische Oberfläche, die anschließend nur noch mit Farbe angelegt werden muss. Eine Tube mit 330 g Feinspachtel reicht für 150 cm Feldweg.

  • Kurvenverlauf mit dem Bleistift anzeichnen, dabei auf exakte Übergänge zum Nachbarmodul achten. Der Weg muss das Modul an zwei gegenüberliegenden Ecken verlassen und dort jeweils genau 70 mm breit sein.
  • Feinspachtel aus der Tube drücken und fingerdick auf die Mitte des Weges legen.
  • Spachtelmasse mit einem Holzbrettchen andrücken und zum Fahrbahnrand hin glattziehen. Fahrbahnhälften getrennt bearbeiten. Zunächst von der Mitte an einen Fahrbahnrand ziehen, danach das Modul drehen und die Spachtelmasse zur anderen Seite ziehen. Mit den ziehenden Bewegungen wird genügend Druck ausgeübt um die Spachtelmasse mit dem Untergrund zu verbinden. Die Fahrbahnmitte soll etwas erhöht bleiben, damit Regenwasser in den Straßengraben abfließt.
  • Starke Unebenheiten mit dem Brettchen in die Fahrbahn drücken, die Oberfläche darf dabei aber nicht makellos glatt werden.
  • Feinspachtel etwas antrocknen lassen.
  • Parallele Fahrspuren in die noch feuchte Spachtelmasse hineinrollen. Für frühe Epochen verwenden wir eine Metallachse mit aufgesteckten Wagenrädern. Schmale Pappscheiben reichen aus, sie graben sich tief in die Masse ein. Für moderne Epochen sollten breite Zwillingsreifen mit Profil verwendet werden. Die Spachtelmasse darf nicht zu feucht sein, damit sie nicht an den Reifen klebt. Die Fahrspuren sollten tief eingegraben sein und sich an Kreuzugen überschneiden. Fahrtrichtung beachten: In Europa wird rechts gefahren, Linksabbieger schneiden also zwei Spuren, Rechtsabbieger nur eine.
  • Nach dem Trocknen, mit dem Finger fest über die Fahrbahn reiben und kleine Unebenheiten abbrechen. Die vielen Spitzen brechen bei Benutzung ohnehin ab, dann kommt aber die helle Farbe der Spachtelmasse unter der Bemalung durch.
  • Fahrspuren dunkelbraun anlegen.
  • Grünstreifen zwischen den Fahrspuren olivgrün anlegen.
  • Fahrbahn mit stark verdünnter, schwarzer Tinte überpinseln, die sich in den Vertiefungen absetzt und dort trocknet.
  • Anstrich mit Mattlack fixieren.
  • Den Feldweg mit beiger und gelber Farbe trockenbürsten und dadurch die Oberflächenstruktur deutlich hervorheben.
  • Den Straßenrand mit Streugras und kleinen Büschen auflockern.

Die Freiflächen neben dem Feldweg können als Felder, Wiesen und Waldstücke ausgeführt werden, gelegentlich steht auch ein kleines Bauernhaus am Wegesrand.

Fragen und Antworten

Bitte nehmen Sie bei facebook oder im Miniatures Forum Kontakt mit der Redaktion der Military Miniatures Zeitschrift auf, wenn Sie weiterführende Information zum Thema wünschen.

Geländemodule für Wargames und Rollenspiele