Gamaschen

Hessische Grenadiere mit schwarzen Gamaschen

Gamaschen (Kamaschen, franz. gamaches), dem Strumpf nachgeformte Fußbekleidungsstücke von Tuch, Strumpfzeug, Leinwand oder Leder, reichen vom Knöchel bis zum Knie oder über dasselbe. Sie sollen das Bein gegen Schmutz und Feuchtigkeit, Verletzungen durch Gestrüpp etc. schützen. In den Armeen des 18. Jahrhunderts waren Gamaschen allgemein gebräuchlich, später wurden sie vom Schaftstiefel verdrängt; im frühen 20. Jahrhundert trug sie noch die französische Infanterie in Form von Wickelgamaschen. Da die vielknöpfigen Gamaschen für den Soldaten viel Mühe und Unbequemlichkeiten mit sich brachten, bezeichnet man noch heute einen pedantischen, kleinlichen Dienstbetrieb als Gamaschendienst.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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