Französischer Generalleutnant Ludwig V. Joseph von Bourbon, Fürst von Condé

Condé (spr. kong-), Ludwig Joseph von Bourbon, Fürst von, Sohn des Ludwig IV. Heinrich von Bourbon und der Prinzessin Karoline von Hessen-Rheinfels, geb. 9. Aug. 1736, gest. 13. Mai 1818 in Chantilly, nahm am Feldzug von 1757 mit Auszeichnung teil und siegte 30. Aug. 1762 in der Schlacht am Johannisberg unweit Friedberg über den Erbprinzen von Braunschweig. Er lebte meist in Chantilly, wo er eine gelehrte Gesellschaft um sich versammelte.

Die Revolution vertrieb ihn schon 1789 aus Frankreich; er bildete 1792 in Koblenz eine Emigrantenarmee, die sich dem verbündeten Heer bei dem Einfall in Frankreich anschloss. Nach dem Frieden von Campo Formio 1797 trat Condé in russische Dienste und focht 1799 unter Suworow in der Schweiz gegen die französische Republik. Den Feldzug von 1800 machte er unter österreichischen Fahnen mit, ward aber durch den Frieden von Lunéville genötigt, sein Korps aufzulösen, und ging nach England, wo er in Zurückgezogenheit lebte. Am 4. Mai 1814 kehrte er nach Paris zurück und wurde mit Ehren überhäuft. Er erbaute das Palais Bourbon, in dem die Deputiertenkammer tagt. Condé schrieb: »Essai sur la vie du grand Condé« (Lond. 1806).

Bibliographie

  • Bittard des Portes, René: Histoire de l’armée de Condé 1791–1801 (Par. 1896)
  • Chamballand: Vie de Louis Joseph, duc de Condé (Par. 1819–20, 2 Bde.)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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