Ocker

PRIMAcryl 13675 Lichter Ocker

Ocker (Ocher), natürlich vorkommendes Gemenge von erdigen Eisenhydroryd mit Ton und Kalk, bald heller, bald dunkler bräunlich. Ocker findet sich am Harz, in Bayern, im Siegenschen, in England, Frankreich und Italien. Er dient als Farbstoff, indem man ihn durch Abschlämmen von beigemengtem Sand reinigt, trocknet, mahlt und siebt. Gewöhnliche Sorten heißen Gelberde. Durch vorsichtiges Erhitzen wird ihre Farbe feuriger, und man unterscheidet dann je nach der Nuance: Schöngelb, Kasselergoldgelb, Chinesergelb, Gelbocker, Lichtocker, Satinocker, Amberger Erde und Dunkelocker. Bei starkem Erhitzen hinterlässt Ocker rotes Eisenoxyd.

Der gebrannte Ocker heißt auch Berlinerrot, Preußischrot, Nürnbergerrot, Hausrot, Braunrot. Roter Ocker findet sich bei Saalfeld, am Harz, in Böhmen; die beste Sorte ist die Sienaerde. Ocker wird als Wasser-, Öl- und Kalkfarbe benutzt; er ist sehr dauerhaft und deckt ziemlich gut. Als Staubfarbe dient er zum Färben des sämischgaren Leders. Künstlichen Ocker erhält man durch Vermischen von Kalkmilch mit Eisenvitriollösung oder durch Fällen gemischter Lösungen von Alaun oder Zinkvitriol und Eisenvitriol mit Soda. Alle diese Niederschläge werden gut ausgewaschen und der Luft ausgesetzt, bis sie gelb geworden sind, und zum Teil geglüht (Marsgelb, Marsorange, Marsbraun); man benutzt sie besonders in der feineren Malerei.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Bekannte Hersteller

  • Lichter Ocker, Studio Lascaux 961
  • Lichter Ocker, PRIMAcryl 13675

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