Donjon

Donjon von Schloss Burg an der Wupper

Donjon, heißt an sich der höchste Punkt einer Befestigung, das kann sein das höchste Bollwerk, ein Kavalier, ein Fort, oder die Zitadelle. Oft versteht man unter Donjons aber auch ganze Festungen, vorzüglich kleinere Bergfestungen, und ganz besonders dann, wenn diese zugleich Staatsgefängnisse sind. In älteren Zeiten war der Donjon ein Zufluchtsturm, und man findet sie häufig in den alten Schlössern, ja in jeder Ritterburg Deutschlands angebracht; späterhin erschienen sie als gemauerte Reduten, doch bloß zur Verteidigung mit dem kleinen Gewehr eingerichtet. Erst in der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts kommen sie wieder als runde, mit Kanonen besetzte Türme vor, und erhalten dann ihren Platz als letzter Zufluchtsort im Mittelpunkt der Werke einer Zitadelle, eines Forts, in der Kehle eines Bollwerks, einer vorgelagerten Lünette u. dgl. mehr. Der französische Ingenieur Marc-René Marquis de Montalembert scheint beim Anlegen seiner Türme, die erste Idee von diesen Donjons hergenommen zu haben.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

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