Condé

Condé (spr. kong-), altes und berühmtes Geschlecht im Hennegau, dessen Stammsitz die Stadt Condé (s. d.) war. Gottfried von Condé (um 1200) war Stammvater der Freiherren von Condé, die aber schon 1391 mit Johann ausstarben. Eine Hälfte der Herrschaft Condé besaßen zu Gottfrieds Zeiten die Herren von Avesnes; durch Maria Avesnes, Gräfin von Blois (gest. 1241), kam sie an Hugo von Châtillon, Grafen von Saint-Pol. Eine Urenkelin derselben, Johanna, Frau auf Condé, heiratete 1335 Jakob I. von Bourbon, Grafen von La Marche (gest. 1361), und ward Stammutter des Hauses Bourbon. Ihr zweiter Sohn, Ludwig von Bourbon, Graf von Vendôme, erhielt die Herrschaft Condé, wovon sein Urenkel Ludwig von Bourbon den fürstlichen Titel annahm; derselbe begründete den Condé genannten Seitenzweig des Hauses Bourbon.

Des Herzogs von Aumale ältester Sohn, Ludwig (geb. 1845, gest. 1866), führte auch den Titel eines Prinzen von Condé Vgl. Billault de Gerainville, Histoire de Louis Philippe, Bd. 3 (Par. 1875).

Bibliographie

  • Aumale, Henri d’Orléans, Herzog von: Histoire des princes de Condé (Par. 1869–95, 7 Bde.)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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