Cheiron

Cheiron (lateinisch Chiron), bei Homer der gerechteste der Kentauren, Sohn des Kronos und der Okeanide Philyra, von der Nymphe Chariklo Vater der Endeïs, der Gattin der Aiakos und Mutter des Aias und Peleus. Ursprünglich bewohnte er eine Höhle des Pelion; als aber die Kentauren durch die Lapithen vom Pelion vertrieben waren, hauste er auf dem Vorgebirge Malea in Lakonien. Seinen Enkel Peleus rettete er aus den Händen der Kentauren, lehrte ihn die Thetis bezwingen und richtete in seiner Höhle die Hochzeit aus. Die Sage macht ihn zum Erzieher und Lehrmeister der berühmtesten Heroen, wie des Aktaion, Kastor und Polydeukes und seines Urenkels Achilleus. Besonders hebt sie seine Verdienste um die Heilung von Wunden, namentlich um Erforschung der Heilkräfte der Pflanzen hervor; Asklepios galt als sein Schüler. Als ihn sein Gastfreund Herakles bei der Verfolgung der zu ihm nach Malea flüchtenden Kentauren versehentlich mit einem seiner Giftpfeile traf, verzichtete er, um sterben zu können, auf seine Unsterblichkeit zugunsten des Prometheus. Sein Bild ward als Schütze unter die Gestirne versetzt. Dargestellt wird Cheiron von der antiken Knust gern als Lehrer des Achilleus im Leierspiel (Wandbilder in Pompeji).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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