Der Kreuzzug gegen die Albigenser
Ketzerei und Machtpolitik im Mittelalter

Der Kreuzzug gegen die Albigenser, Ketzerei und Machtpolitik im Mittelalter, Jörg Oberste

Papst Innozenz III. entfachte im frühen 13. Jahrhundert einen Krieg gegen die Albigenser, die okzitanischen Katharer. Dieser als »Kreuzzug« etikettierte Krieg nahm alsbald den Charakter einer Eroberung an und ließ die Frage nach dem »rechten Glauben« mehr und mehr in den Hintergrund treten. Er markierte eine entscheidende Zäsur im Umgang der mittelalterlichen Kriche mit ihren Feinden. Im Mittelpunkt des Buches steht das für die Dynamik des Kriegsverlausf entscheidende Machtdreieck Papst – französischer König – Graf von Toulouse, dessen präzise Analyse die mittelalterliche Verwobenheit von Religion und Herrschaft besonders scharf hervortreten lässt. Zugleich zeichnet Jörg Oberste ein lebendiges Bild der okzitanischen Gesellschaft. Karten und Abbildungen, eine ausführliche Bibliographie und ein Register bereichern diese spannend und anschaulich geschriebene Gesamtdarstellung.

Jörg Oberste, geb. 1967, Forschungsaufenthalte in Princeton, Toulouse und Paris, seit 2002 Hochschuldozent für Mittelalterliche Geschichte in Dresden.

Inhalt

  • Titel: Der Kreuzzug gegen die Albigenser – Ketzerei und Machtpolitik im Mittelalter
  • Epoche: Albigenserkreuzzug, 1209–1229
  • Typ: Sachbuch
  • Autor: Jörg Oberste
  • Format: 222 Seiten, 23 Abbildungen, gebundene Ausgabe
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Primus Verlag, Darmstadt
  • ISBN: 3-89678-464-1
  • Publiziert: 2003

Kapitel

  • Vorwort
  • Der Okzitanische Herbst
    • Die historische Erinnerung
    • Im Land der Troubadoure
    • Tolosa
    • Die Herren von Okzitanien
  • Die zwei Götter, Religion und Geschichte der Katharer
    • Wer sind die Katharer?
    • Die katholische Kirche in Bedrängnis
    • Katharer in der okzitanischen Gesellschaft
  • Der Lange Weg in den Krieg: 1194–1208
    • Das schwere Erbe: Graf Raimund VI. von Toulouse
    • Tauben und Falken: Das Ringen um eine friedliche Lösung
    • Das Fanal: Die Ermordung Peters von Castelnau
  • Die Eskalation der Gewalt: 1208–1209
  • Der Krieg um Toulouse: 1209–1212
    • Zwischen Avignon und Rom: Raimund VI. und die Kirche
    • Verrat am Frieden: die päpstlichen Legaten in Okzitanien
    • Gegen Burger und Katharer: Montforts Siegeszug
    • Die Entscheidung Raimund VI.
    • Die Stadt Toulouse und der Kreuzzug
    • Der okzitanische Widerstand
  • Der glücklose Sieger – Triumph und Ende Simons von Montfort: 1213–1218
    • König Peter von Aragón und das Haus Toulouse
    • Das Schlachtfeld von Muret
    • Roma locuta: Der brüchige Frieden
    • Der Aufstand in der Provence
    • Die Rückkehr der Raimundiner
    • Montforts Ende
  • Die Lilie und das Kreuz – Die französische Krone und Okzitanien: 1219–1228
    • Die Befreiung Okzitaniens
    • Die Lilie vor Toulouse: Die Intervention Ludwigs VIII.
    • Der Tod Raimunds VI.
    • Die römische Schlangengrube
    • Der Kreuzzug des Königs
  • Der bittere Frieden – Der Vertrag von Paris und die Geburt der Inquisition
    • Der Waffenstillstand von Meaux: Januar 1229
    • Der Vertrag von Paris: 12. April 1229
    • Das Konzil von Toulouse: November 1229
    • Die Geburt der Inquisition
  • Epilog: Montségur und der Abschied von Okzitanien
  • Anmerkungen
  • Literatur
  • Abbildungsverzeichnis
  • Register

Fragen und Antworten

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