Infanterie-Regiment von Morawitzky

Kurfürstentum Bayern, 1756–1763

Infanterie-Regiment von Morawitzky, Kurfürstentum Bayern 1756–1763

Das am 06.08.1722 errichtete Infanterie-Regiment de Cano wurde am 5. November 1734 dem Generalwachtmeister Heinrich Theodor Freiherr Topor von Morawitzky verliehen, der sich mit dessen Inhaber, Generalwachtmeister Wilhelm Benedikt Marquis de Cano, wegen "gewisser Bedingungen" auf einen Vergleich geeinigt hatte. Am 12. August 1770 verzichtete der hochbetagte Generalfeldzeugmeister Graf Morawitzky auf sein Regiment und gab es an den Geheimen Rat, Obriststallmeister und Obrist der Infanterie Karl Graf von Daun ab.

Das Infanterie-Regiment von Morawitzky unterschied sich vom Infanterie-Regiment von Minucci durch paille Abzeichen, Hosen und Westen, die beim Regiment Minucci durchgängig gelb waren.

Inhaber

  • Generalwachtmeister Heinrich Theodor Freiherr Topor von Morawitzky, 05.11.1734
  • Generalfeldzeugmeister Heinrich Theodor Graf Topor von Morawitzky
    auf Trenczin und Rudnitz, 1762
  • Obrist der Infanterie Karl Graf von Daun, 17. März 1770

Kommandeur

  • Oberst Antonio Maria Marchese Gravisi di Pietra-Pelosa, 1734–1759
  • Oberst Johann Babtist von Herbst, 1759–1771

Garnison

  • Ingolstadt (Stab u. 1 Batl.) und Donauwörth (1 Batl.), September 1752
  • München, 20. Juni 1756
  • Landshut (Werbe- und Rekrutenkommando), Juli 1757
  • Straubing (Werbe- und Rekrutenkommando), Mai 1758
  • Ingolstadt, Juni 1759
  • Neuötting und Burghausen, September 1764

Formation

  • Regimentsstab
  • I. Leib-Bataillon
    • 1. Grenadier-Kompanie
    • 1. (Leib)Kompanie
    • 3. Kompanie
    • 5. Kompanie
    • 7. Kompanie
    • Zwei 3-pfünder Bataillonsgeschütze
  • II. Obristen-Bataillon
    • 2. Grenadier-Kompanie
    • 2. Kompanie
    • 4. Kompanie
    • 6. Kompanie
    • 8. Kompanie
    • Zwei 3-pfünder Bataillonsgeschütze

Jeweils zwei Kompanien bildeten eine Division des Regiments, die von den äußeren Flügeln gegen die Mitte abgeteilt wurden. Die Bataillonsgeschütze standen an beiden Flügeln eines einzelnen Bataillons, oder an den Flügeln und zwischen der 3. und 4. Division des Regiments.

Uniform

  • Blauer Rock mit weißen Knöpfen
  • Pailler Kragen
  • Paille Rabatten mit 8 Knöpfen und Knopflöchern rechts und links
    2 Knöpfe unter der rechten Rabatte, und 2 Knopflöcher unter der linken
  • Paille Aufschläge mit drei Knöpfen
  • Paille Schoßumschläge
  • Paille Schulterklappe (Achseldragoner) links
Bayerisches Infanterie-Regiment von Morawitzky

Die abgebildeten 15 mm Zinnfiguren von Old Glory stehen auf einem 76 mm breiten und 38 mm tiefen Brettchen des Spielsystems Volley & Bayonet. Das Zeughaus im Hintergrund gehört zu einem 100 × 150 mm großen Stadtteilkomplex des selben Spielsystems, der von zwei Infanterie-Regimentern oder einer Infanterie-Brigade besetzt werden kann.

Figuren

Feldzugsgeschichte

  • Mobilmachung des I. Bataillons für den Dienst im Auxiliarkorps, 6. April 1757
  • Das II. Bataillon wird dem Auxiliarkorps nachgesandt, 25. Juli 1757
  • Belagerung von Schweidnitz, 1757
  • Schlacht von Breslau, 1757
  • Schlacht bei Leuthen, 1757
  • Einnahme von Troppau, 1758
  • Belagerung von Olmütz, 1758
  • Belagerung von Neiße, 1758
  • Rückkehr aus dem Felde, Januar 1759
  • Parade in Aichach anlässlich der Durchreise von Kaiser Franz, März 1764

Verbleib

  • 5. Bayerisches Infanterie-Regiment Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, 1902
  • 21. (Bayerisches) Infanterie-Regiment, 10. Kompanie, 1921

Das Infanterie-Regiment von Morawitzky sieht in seiner dunkelblauen Uniform mit paillen Abzeichen sehr schick aus. Wargamer können Figuren der östereichischen Infanterie verwenden, wenn es keine bayerischen Figuren im gewünschten Maßstab gibt.

Fragen und Antworten

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Bayerische Armee im Siebenjährigen Krieg