Bayerischer Generalmajor Karl Friedrich August Graf von Seydewitz

Leiningen-Chevaulegers der bayerischen Kavalleriebrigade von Seydewitz, 1812, 1:72 Figuren Hinton Hunt BB33

Leiningen-Chevaulegers der bayerischen Kavalleriebrigade von Generalmajor Karl Friedrich August Graf von Seydewitz im Russlandfeldzug, 1812. Die abgebildete 1:72 Zinnfiguren sind auf einer 76 × 76 mm großen Grundplatte für Kavalleriebrigaden des Simulationsspiels Volley & Bayonet montiert.

Figuren

Karl Friedrich August Graf von Seydewitz, königlich bayerischer Generalmajor, geboren zu Meßnig im damaligen kursächsischen Amt Torgau, am 18. Mai 1769, steht zuerst in der kurfürstlich sächsischen Garde du Corps, verlässt diesen Dienst als Rittmeister und wird 3. August 1799 zum Major und Flügeladjutanten der kurbayerischen Kavallerie ernannt. An der Spitze des 2. Dragonerregiments Taxis nimmt er 1805 am Krieg gegen Österreich teil. Sein Verhalten bei Lofer, wo er am 3. November durch standhaftes Ausharren und durch angewendete Zwangsmaßregeln die eigene weichende Infanteriezum Halten bringt und vor einer Niederlage bewahrt, und bei Iglau, wo er am 5. Dezember in vorzüglicher Weise den Rückzug deckt, trägt ihm großes Lob ein. Die Verleihung des Militär-Max-Joseph-Ordens aber, welche sein Offiziercorps für ihn beantragt hat, unterbleibt, weil der in solchen Dingen sehr peinliche Generalleutnant Deroy (s. Seyssel d’Aix) seine Fürsprache versagt. Im Oktober 1806 führt Oberst Graf Seydewitz seine Dragoner nach Schlesien gegen Preußen ins Feld; 1809 steht er als General an der Spitze einer Reiterbrigade und schon am 16. April dankt ihm Deroy für die erfolgreiche Weise, in welcher er den Rückzug der von letzterem befehligten Division von Landshut nach Pfaffenhausen geleitet hat.

Seydewitz’ Ehrentag wird aber der 22. des nämlichen Monats, an welchem er in der Schlacht bei Eckmühl auf Napoleon’s persönlichen Befehl eine sehr vorteilhaft aufgestellte, schon mehrmals vergeblich angegriffene österreichische Batterie von 16 Geschützen wegnimmt. Dieselbe geht freilich zunächst wieder verloren, bald darauf aber nehmen Seydewitz’ Reiter (2. Taxis Dragoner und 4. Bubenhofen Chevaulegers) von württembergischer und französischer Kavallerie unterstützt, die Geschütze von neuem und führen damit die Entscheidung des Kampfes herbei. (Archiv für Officiere aller Waffen, herausgegeben von Hütz und Schmölzl, 2. Jahrgang, 2. Heft, München 1845.)

Jetzt ist auch Deroy nicht mehr gegen die Verleihung des Ordens, um dessen Verleihung Seydewitz persönlich nachsucht und welcher ihm vom Kapitel einstimmig zuerkannt wird. 1812 führt er wiederum eine Kavalleriebrigade (3. Kronprinz und 6. Bubenhofen Chevaulegers) nach Russland, Krankheit aber zwingt ihn schon im Juli zur Rückkehr nach Bayern. Er stirbt am 19. August 1816 zu München. 1842 wird ein Festungswerk bei Germersheim nach ihm benannt.

Bibliographie

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909
  • Poten, Bernhard von: Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 34 (Leipzig 1892)
  • Schmölzl: Archiv für Officiere aller Waffen (München 1845)
  • Schrettinger, Geh. Kriegsrat: Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden (München 1882)

Quelle: Bernhard von Poten

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