Dragoner-Regiment Preysing

Kurfürstentum Bayern, 1756–1763

Dragoner-Regiment Preysing, Kurfürstentum Bayern 1756–1763

Das 1735 errichtete Dragoner-Regiment Piosasque wurde nach dem Ableben seines Inhabers am 1. April 1742 an Generalfeldmarschall-Leutnant Amadeus von Gabrieli verliehen, der allerdings schon im Juli des Jahres einer Verwundung erlag. Generalfeldwachtmeister Siegmund Friedrich Freiherr von Preysing übernahm nun das Regiment und gab es nach seiner Verabschiedung mit Dekret vom 8. Januar 1758 an Generalfeldwachtmeister Johann Kaspar Graf Basselet von La Rosée ab.

Das Dragoner-Regiment Preysing wurde im Oktober 1757 mit einer Eskadron beritten gemacht, indem man die 15 Dienstpferde jeder Kompanie in einer Eskadron zusammenfasste. Die übrigen Kompanien des Regiments blieben für die Dauer des Krieges unberitten und übernahmen Garnison- und Sicherheitsdienste innerhalb der Landesgrenzen. Die berittene Eskadron wurde im Juni 1758 zu Sicherungsaufgaben nach Ebnath in der nördlichen Oberpfalz detachiert, während das Regiment in Landshut in Garnison blieb. Die berittene Eskadron kehrte schon am 30. September zum Regiment nach Landshut zurück.

Inhaber

  • Generalwachtmeister Joseph Graf von Piosasque, 12. Oktober 1735
  • Generalwachtmeister Paul Amadeus von Gabrieli, 1. April 1742
  • Generalfeldwachtmeister Siegmund Friedrich Freiherr von Preysing, 6. Januar 1743
  • GFWM Johann Kaspar Graf Basselet von La Rosée, 8. Januar 1758
  • Generalmajor der Kavallerie Carl Fürst von Bretzenheim, 16. April 1795
  • Am 2. März 1801 aufgelöst

Kommandeur

  • Oberst Ignaz Freiherr von Zündt, 1735
  • Oberst Christoph Adam Bernhard Freiherr von Meixner (Meichsner), 1763
  • Oberst Johann Thomas Sartor, 1764
  • Oberst Johann Peter Franz de Gotte (Degot), 1771
  • Oberst Franz Freiherr von Kolff, 1774

Garnison

  • Landshut (Stab), Erding, Frontenhausen, Massing, Landau a. I., und Haag, 1735
  • München, Juni 1739
  • Landsberg (3 Kompanien), Schrobenhausen (1 Kompanie), 16. Juli 1740
  • Burghausen, 1745
  • Braunau, September 1746
  • Braunau und Schärding (2 Kompanien), 4. Januar 1747
  • Braunau, 17. Februar 1747
  • München, September 1752
  • Landshut, Juni 1756
  • Amberg, 7. August 1757
  • Landshut, Juni 1758
  • Neumarkt in der Oberpfalz, 22. April 1767

Formation

  • Regimentsstab
    • 1. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 2. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 3. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 4. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 5. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 6. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 7. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 8. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)
    • 9. Kompanie (45 Köpfe, 15 Pferde)

Mit Befehl vom 30. August 1747 war die 10. Kompanie im Kavallerieregiment aufgelöst worden. Unter der neuen Gliederung bildeten nun jeweils drei Kompanien eine Eskadron. Jede Kompanie besaß 15 Dienstpferde, damit jederzeit eine marschfähige Eskadron in voller Zahl zusammengestellt werden konnte. Im August 1759 wurde die Anzahl der Pferde bei der Kavallerie von 135 auf nunmehr 150 beim Regiment erhöht.

Uniform

  • Roter Rock mit gelben Knöpfen
  • Blauer Kragen
  • Blaue Rabatten mit 8 Knöpfen und Knopflöchern rechts und links
    2 Knöpfe unter der rechten Rabatte, und 2 Knopflöcher unter der linken
  • Blaue Aufschläge mit drei Knöpfen
  • Paille Schoßumschläge
  • Blauer Achseldragoner links
  • Gelbe Schulterschnur rechts
  • Schwarze Halsbinde
  • Pailles Kamisol mit gelben Knöpfen
  • Hirschlederne Hosen
  • Schwarze Gamaschen mit gelben Knöpfen für den Dienst zu Fuß
  • Weiße Stiefelmanschetten und hohe schwarze Reitstiefel für den Dienst zu Pferd
  • Schwarzer Dreispitz mit gelber Borte, und schwarzer Kokarde
  • Den Regimentstambouren stand eine Kampagnenuniform zu, damit die Großmontur geschont werden konnte
  • Blaue Schabracken mit gelber Borte
  • Schwarze Pistolenholfter, und blaue Schabrunken mit gelber Borte
  • Blaue, viereckige Packtasche mit gelber Borte
  • Zaumzeug von schwarzem Rindleder mit messingnen Schnallen und Buckeln
  • Trense von schwarzem Rindleder mit verzinntem gebrocheneme Gebiss
  • Halfter wie Trense mit schwarzen Schnallen

Feldzugsgeschichte

  • Eine Eskadron beritten gemacht, September/Oktober 1757
  • Berittene Eskadron nach Ebnath (Oberpfalz), Juni 1758
  • Berittene Eskadron im Lager bei Kemnath, 14. Juli 1758
  • Berittene Eskadron im Lager bei Amberg, 17. Juli 1758
  • Berittene Eskadron kehrt zum Regiment zurück (München), 30. September 1758
  • Berittene Eskadron auf Postierung, Januar 1763

Verbleib

  • 3. Chevauleger-Regiment Fugger, 1801

Das Dragoner-Regiment von La Rosée wurde 1789 in das 2. Chevauleger-Regiment La Rosée umgewandelt. Am 16. April 1795 übernahm Generalmajor der Kavallerie Carl Fürst von Bretzenheim das 2. Chevauleger-Regiment Bretzenheim, das am 27. Februar 1799 mit Chevauleger-Regiment Wahl (später 2. Chevauleger-Regiment Fugger) den Platz tauschte und fortan als 3. Chevauleger-Regiment Bretzenheim geführt wurde (MGBA, 259). Am 2. März 1801 gab das Regiment seinen Platz in der Stammrolle und seine beiden verbliebenen Escadrons an das 3. Chevauleger-Regiment Fugger ab, und wurde aufgelöst (MGBA, 261).

Fragen und Antworten

Bitte nehmen Sie bei facebook oder im Miniatures Forum Kontakt mit der Redaktion der Military Miniatures Zeitschrift auf, wenn Sie weiterführende Information zum Thema wünschen.

Bayerische Armee im Siebenjährigen Krieg