Anlage

Anlage

Anlage, ist diejenige Linie, welche die Stärke der Werke und Schanzen, die Breite der Gräben, sowie die verschiedenen Böschungen oder Abdachungen bestimmt.

Wenn man von der äußeren Krete [k] der Brustwehr eine senkrechte Linie nach der Grundlage derselben, kl Fig. 13 zieht, so ist die Entfernung des Punktes l von der Oberfläche der äußeren Abdachung n, also die Linie ln, die Anlage der äußeren Abdachung; eben dies ist ts bei der inneren Abdachung. Bei Feldschanzen beträgt ts oder ha ein Sechstel von der Höhe der Brustwehr, sb, damit man nahe an der Brustwehr stehen, und über dieselbe hinwegfeuern kann; ln beträgt bei einer Bekleidung von Rasen oder Faschinen in fester Erde 1/4, im Sand 1/2 der Höhe lk. Wenn man sich der Rasen und Faschinen hier nicht bedient, und die Erde nur festschlägt, so beträgt ln in festem Erdreich 1/2, und im Sand 3/4 von der Höhe lk. - Bei Festungswerken ist die Anlage der inneren Abdachung überall 1/6 der Höhe; die der äußeren Abdachung, wenn letztere bloß mit Rasen bekleidet wird, verhält sich zur Höhe a) in Tonerde wie 1:4. b) in guter Erde mit 2:3 oder 3:4. c) in aufgeschütteter Erde wie 1:1. d) im Sand wie 2:1 oder 3:1.

Die Anlage der Abdachung des Grabens ist Fig. 13 nm oder pq; sie beträgt bei Feldschanzen im festen Erdreich etwa 1/3, im Sand 2/3 der Tiefe mo des Grabens. Bei Festungsgräben verhält sich die Anlage der Abdachung eben so zur Tiefe, wie die oben angegebenen Verhältnisse bei der äußeren Abdachung der Brustwehren.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

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